Wolfgang Kil Architekturkritiker und Publizist

Foto: W. Kil
Kaum Konfrontation, eher Unterwanderung
„Geschichten vom Widerstand“ in Kreuzberg und Prenzlauer Berg vergleichen zu wollen, ist nicht ganz einfach: Die westliche Geschichte ist recht gut aufgearbeitet. Zeitnah und professionell wurden Fakten und Bilder dokumentiert, dann politisch analysiert, auch planungstheoretisch eingeordnet. Beim Prenzlauer Berg ist das anders. Da gab es während aller historischen Ereignisse natürlich keine „Begleitforschung“ (von der Stasi mal abgesehen), und insgesamt sind immer noch wenig systematische Untersuchungen bekannt.
Rendering Milla & Partner
Mit sinnlichen Eindrücken Menschheitsfragen berühren
Orte fürs Andenken oder Nachdenken?
Wo hat in deutschen Landen die Freiheit ihren ureigenen Ort? Wo lässt sich die nach vierzig Teilungsjahren errungene Einheit am sinnfälligsten feiern? Wahrscheinlich sind auf diese Frage so viele Antworten möglich, wie es lebendige Erinnerungen an die Epochenwende vor nun schon dreißg Jahren gibt. Ein paar Überlegungen, was Denkmale mit Erinnerungen zu tun haben.
WIKIMEDIA Common_VISEM
Halbwertzeit der Erinnerung
Zu Andrej Krementschouks Fotozyklus „Chernobyl Zone II“
Seit Fotografien unsere Vorstellung von der Welt maßgeblich prägen, haben immer wieder einzelne Bilder den Rang von Ikonen erlangt. Solche Momentaufnahmen, in denen blitzhaft das Wesen ganzer historischer Zusammenhänge aufscheint, können der Nachwelt gewissermaßen Sinnbotschaften übermitteln...
Foto: Wikimedia_AwOiSoAk
Half-Life of Memory
About Andrej Krementschouk’s photoghraphs of „chernobyl Zone II“
Ever since photography began shaping our conception of the world around us, some images have now and again attained iconic status. Snapshots in which the quintessence of an entire historical era seems to flash before our eyes can act as a sort of emissary conveying a message to posterity...
Foto: W. Kil
Denkmale in Zeiten der Überforderung
Das Ende des klassischen Industriezeitalters wird uns allen einen grundlegenden Umbau unserer gesellschaftlichen Gefüge bescheren. Großen Teilen Europas stehen Veränderungen bevor, wie sie sich ähnlich tiefgreifend zuletzt im Mittelalter vollzogen haben. Wie aber eine Welt jenseits von industriell geprägten Erwerbsstrukturen und traditionellen Arbeitsbiografien aussehen könnte, darüber gibt es noch wenige konkrete Vorstellungen, allenfalls vage Ideen.